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Private Nutzung von Geschäftsfahrzeugen juristischer Personen

1 Privatanteil Geschäftsfahrzeug als Lohn

Steht dem Mitarbeiter ein Geschäftsfahrzeug auch zur privaten Nutzung unentgeltlich zur Verfügung, ist diesem für die private Nutzung (ohne Arbeitsweg) ein Privatanteil von 9.6 Prozent des Kaufpreises (exkl. Mehrwertsteuer) pro Jahr, mindestens aber CHF 1'800, als Lohn aufzurechnen.

Für ausführliche Informationen dazu vgl.: 

Geschäftsauto bei unselbstständiger Erwerbstätigkeit 

Lohnausweis - Bescheinigungspflicht des Arbeitgebers

Der Aufwand für das Geschäftsfahrzeug ist bei der Gesellschaft vollumfänglich geschäftsmässig begründet.

2 Private Nutzung des Geschäftsfahrzeuges durch Beteiligte oder nahestehende Personen

Arbeitet der Beteiligungsinhaber oder eine ihm nahestehende Person in der Gesellschaft, besteht in der Regel ein gewöhnliches Arbeitsverhältnis. Steht dem Beteiligten oder der nahestehenden Person ein Geschäftsfahrzeug auch zur privaten Nutzung unentgeltlich zur Verfügung, ist grundsätzlich, wie bei jedem anderen Mitarbeiter, 9.6 Prozent des Kaufpreises (exkl. Mehrwertsteuer) pro Jahr, mindestens aber CHF 1'800 als Lohn aufzurechnen (siehe oben).

Der steuerpflichtigen Person steht es offen, den Privatanteil des Geschäftsfahrzeuges anhand der effektiven Kosten zu ermitteln. Der Nachweis für die privat bzw. geschäftlich gefahrenen Kilometer ist mittels Fahrtenbuch zu erbringen. Der uneingeschränkten Verfügbarkeit über das Geschäftsfahrzeug ist in der Regel mit einem Betrag von 20 Prozent der gesamten Fahrkosten Rechnung zu tragen.

Wird das Fahrzeug überwiegend privat genutzt und/oder ist es für die Ausübung des Berufs nicht erforderlich, ist der überwiegend oder ausschliesslich privaten Nutzung mit einem Privatanteil von bis zu 100 Prozent der in der Buchhaltung verbuchten Aufwendungen Rechnung zu tragen. Als Aufwendungen gelten die Fahr- und Unterhaltskosten sowie die fixen Kosten wie Versicherungen, Motorfahrzeugsteuer, Abschreibungen, Garagenmiete usw.

Bereits die Verfügbarkeit eines Fahrzeuges stellt ein geldwerter Vorteil dar. Besitzt der Beteiligungsinhaber einen privaten Zweitwagen, muss für das Geschäftsfahrzeug trotzdem ein Privatanteil von in der Regel 9.6 Prozent ausgeschieden werden.

Sind Privatanteile ungenügend oder nicht verbucht, erfolgt eine Korrektur als geldwerte Leistung auf Stufe der Gesellschaft und beim Beteiligten (ev. Teilbesteuerung). Eine Umqualifikation von Fahrzeugaufwand in Lohnaufwand ist ausgeschlossen.

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Fassung vom 01.10.2018

 

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